WETTKAMPFVORBEREITUNG BIKINIKLASSE - MEIN WEG AUF DIE BÜHNE

WETTKAMPFVORBEREITUNG BIKINIKLASSE - MEIN WEG AUF DIE BÜHNE

Sich dazu zu entschließen, an einem Wettkampf teilzunehmen kostet viele von euch mit Sicherheit eine große Überwindung. Doch einen Wettkampf auf einen anderen Kontinent zu bestreiten vor tausenden von Menschen würde im ersten Moment für Panik sorgen. 

Ja, genau so ging es mir als ich gefragt wurde, ob ich mir vorstellen könnte an einem internationalen Wettkampf in der Bikiniklasse in Los Angeles, California teilzunehmen. Mein erster Gedanke war: NIEMALS. Doch nach einem langen Gespräch mit meinem Trainer Hesam war ich plötzlich ganz angetan von der Idee. Ich habe fast das ganze Jahr hart und diszipliniert an mir und meinem Körper gearbeitet, war unendlich Stolz auf meine Leistung. Warum sollte ich nicht einmal über meinen Schatten springen, mein Selbstvertrauen stärken und ein unvergessliches Abenteuer erleben, von dem ich noch meinen Enkeln später einmal berichten kann. 

Nachdem ich erfahren hatte, dass auch mein Trainer Hesam für den dortigen Wettkampf eingeladen wurde, sagte auch ich schließlich zu. Nun gab es kein zurück mehr. Doch wie bereitet man sich auf so ein riesen Ereignis vor? Ich recherchierte tagelang im Internet, was ich alles für einen Wettkampf benötigte. Im April kaufte ich mir bereits einen Wettkampfbikini, doch kurz vor dem Wettkampf fand ich auf Tauschbörsen beim durchstöbern meinen absoluten Traumbikini. Auch passende Schuhe fand ich schnell. Und ja alltagstauglich waren diese durchsichtigen, hochhackigen Glitzerschuhe gewiss nicht, doch für einen Auftritt auf der Bühne, warum nicht. Dazu kamen noch der Strassschmuck sowie ein Kimono Mantel.

 

 

Doch das wichtigste durfte nicht vergessen werden. Das Visum für die USA sowie der Flug und das Hotel. Alles klappte reibungslos und so begannen die eigentlichen Vorbereitungen. Es war nun schon Anfang September und der Wettkampf rückte immer näher. Mit meiner Figur war ich seit Monaten sehr zu frieden. An meinen Trainingsgewohnheiten sowie an meiner Ernährung änderte ich zunächst nichts. Ich versuchte alles entspannt ohne Stress und Panik anzugehen. Immerhin hatte ich nichts zu verlieren. Doch gut aussehen alleine schien mir für die Teilnahme an einem solchen Wettkampf zu wenig zu sein. Als ich mir Videos von anderen Wettkämpfen der Bikiniklasse ansah, stellte ich fest, dass alle eine Art eingeübte Choreo auf der Bühne präsentierten. Ich erkundigte mich und musste feststellen, dass es in Amerika eine ganz andere Posing-Choreographie gab als hier bei Wettkämpfen in Deutschland. Doch mein Trainer Hesam unterstütze mich dabei und so hieß es jeden Abend nach dem Training üben, üben, üben. 

Zu Beginn fühlte ich mich alles andere als wohl. Ich bin eher ein zurückhaltender Mensch, keiner der sich gerne in der Öffentlichkeit oder riesigen Menschenmengen präsentiert. Ich fühlte mich ja selbst zu Beginn vor meinem Trainer oder Freunden beim Üben extrem unwohl. Doch mein Ehrgeiz und meine Disziplin besiegten meine Unsicherheit und so wurde ich von Training zu Training immer selbstbewusster und sicherer. Ich lebte ganz nach dem Motto: "Dabei sein ist alles!"

Der große Tag, der Beginn unserer Reise nach Amerika rückte immer näher. So auch die Tage der Entwässerung. Ja auch ich habe eine Woche vor dem Wettkampf mit der sogenannten Entwässerung begonnen. Und ich persönlich würde diese kein zweites Mal machen. Zum einen weil ich mich und meine Figur vor der Entwässerung deutlich schöner fand, zum Anderen weil ich doch sehr an meine körperlichen Grenzen gestoßen bin. Ich aß fünf mal am Tag ausschließlich grünes Gemüse wie Brokkoli, Hähnchen oder weißen Fisch, trank bis zu 10 Liter Wasser am Tag und nahm nur eine bestimmte Grammzahl von Salz zu mir. Die Literanzahl reduzierte sich gegen Ende der Woche. Selbst am Tag unseres Abflugs war unser Handgepäck voller Mealprep´s. Wieder Brokkoli mit Hähnchen oder Fisch. Dank unserer Isobag von Fitness Isolator Europe konnten wir unsere Mahlzeiten als Handgepäck während des langen Fluges problemlos gekühlt mitnehmen. Ich kann diese Tasche nur jedem von euch ans Herz legen. Auch in den USA hat diese Tasche uns zu jedem Ausflug begleitet und unser selbst gekochtes Essen stets gekühlt gehalten. Zum Glück stand nur knapp einen Liter Wasser trinken am Tag des Abflugs auf dem Plan, sodass der Flug doch recht angenehm gewesen war. 

Einen Tag vor dem Wettkampf begann unsere sogenannte Ladephase. In dieser Phase aßen wir 5 Mal täglich eine abgewogene Grammzahl gekochten Reis und Rosinen, auch Cornflakes am Morgen standen auf unserem Plan. Zum Glück hatten wir ein Hotelzimmer mit integrierter Küche, was uns die Vorbereitung sichtlich erleichterte. Nachdem wir unsere Anmeldungen, den Zeitplan und unsere Wettkampfnummern abgeholt haben, begannen wir uns die Wettkampffarbe aufzutragen. Diese haben wir mit Hilfe eines Schwamms und einer herkömmlichen Malerrolle in mehreren Schichten aufgetragen. Da diese Prozedur Stunden in Anspruch nahm, hatten wir entsprechend wenig Schlaf. 

Am Tag des Wettkampfs starteten wir bereits um 5 Uhr morgens mit einem kurzen Workout vor dem Frühstück. Beim Frühstück konnte ich mich bei den Pancakes nicht zurück halten. Ich wollte den Tag einfach nur genießen und nicht zu streng zu mir selbst sein. Nachdem wir uns fertig gemacht hatten ging es endlich zur Wettkampf Location.

Dort angekommen, wurde ich doch etwas unsicher als ich die riesen Menschenmassen sah. Die meisten von ihnen hatten jahrelang Bühnenerfahrungen und ich kam mir zwischen all den Menschen einfach nur verloren vor. Zum Glück bekamen wir von Hesam´s Tante und seinem Onkel, welche extra aus San Francisco angereist waren seelischen Beistand. Wir suchten uns eine ruhige Ecke und begannen uns auf unsere Auftritte vorzubereiten. 

Als es endlich los ging, war meine Aufregung kaum zu bremsen. Der Auftritt ging nur wenige Minuten, doch diese Minuten kamen mir wie eine Ewigkeit vor. Durch die vielen Scheinwerfer war ich so geblendet, dass ich die Massen an Zuschauer glücklicherweise nicht wahrnahm. 

Ich war unendlich erleichtert, als ich wieder zurück hinter der Bühne gewesen bin und gleichzeitig unendlich stolz diesen Schritt gewagt zu haben und meine Angst überwunden zu haben. Ich habe den Wettbewerb zwar nicht gewonnen, dies war auch nie mein Ziel gewesen, dennoch bin ich um eine riesen Erfahrung in meinem Leben weiter und habe Unmengen an Selbstvertrauen.

 

Ein Jahr, welches mein komplettes Leben verändert hat. Es hat mein Selbstbewusstsein gestärkt, mir neue Lebensenergie und mir eine ganz neue Lebensqualität geschenkt. All die Tränen, Tiefen und Verzweiflung waren es wert. Glaube an dich und deine Träume und gebe niemals auf!

 

 

 LET THE WORLD BE YOURS!

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